| Hier noch ein paar Tipps zum selber Einkochen
Wer Gemüse anbaut, bzw. einen Garten hat, kriegt bald auch den Überfluß in dem Mutter Natur gibt zu spüren. Plötzlich weiß man nicht mehr wohin mit Tomaten oder Paprika oder Beerenobst oder oder. Und weil der Winter eine Mangelzeit ist, probiert der Mensch schon seit Urzeiten die Lebensmittel haltbar zu machen. Die Chinese lehren uns, daß Trocknen vom energetischen her die beste Methode ist, gefolgt vom Einwecken also heiß abfüllen, und erst an abgeschlagener dritter Stelle das Einfrieren. Wer einmal eingefrorene Tomaten die nach ein paar Monaten sichtlich abbauen und einen modrigen Geschmack kriegen mit eingekochten nach zwei oder auch vier Jahren verglichen hat, kann das bestäigen.
Tomaten einkochen ist leicht! Zuerst nehmen wir viel Kärntner Grill- und Jausenzwiebel , schneiden ihn würfelig und lassen ihn mit etwas Olivenöl glasig werden. Dann schneidenwir vollreife Tomaten würfelig, geben sie dazu und lassen das ganze eine halbe Stunde kochen, je länger je besser. Dann fahren wir mit dem Rührstab durch, etwas Zucker und Salz, wir geben viel Basilikum dazu, etwas Oregano und fertig. Wenn jemand empfindlich auf Haut und Kerne ist kann er natürlich die Tomaten blanchieren, schälen, kochen, durch und durch die Flotte Lotte treiben. Das ist viel mehr Arbeit und mir ist leid um die Inhaltsstoffe in den Kernen und der Schale.
Wichtig ist das Abfüllen:
- Das Sugo oder was es immer ist muß beim Abfüllen heiß sein, richtig dampfen
- Die sauberen Gläser werden bis zum Rand gefüllt damit wenig Luft drinnen bleibt
- Achtung hier werden die Fehler gemacht: sofort den Deckel drauf!!! Und sofort heißt sofort, und nicht zuerst drei Gläser füllen und dann die Deckel drauf, dann gehen schon die halben Gläser wieder auf. Man kann die Gläser dann kurz umdrehen damit der Deckel die volle Hitze abbekommt, aber viel wichtiger ist dass sofort der Deckel drauf kommt.
Zucchini und anderes Sauergemüse:
Süßsaure Zucchini sind die beste Erfindung wenn es darum geht die Unmengen an Zucchini die bald einmal anfallen zu verwerten: Ich koche dazu einen Sud aus 3l guten Apfelessig - am besten vom Bauern (meine Quelle verrate ich nicht sonst hat er für mich nichts mehr) , 1l Apfelsaft – aber nicht den aus Konzentrat aus dem Supermarkt, und 1l Wasser. Dazu 250g Zucker – bei mir ist es Biorübenzucker weil er bei uns im Land wächst, und 75g gutes Salz – bei mir Karpatenkristallsalz vom Tschadamerhof. Und ein Teelöffel Curry vom Weltladen. Diese 5l Sud sind wahrscheinlich zu viel für den Hausgebrauch, das müssen sie eben auf kleinere Mengen umrechnen. Dann schneide ich 1 kg Zwiebel – bei mir Kärntner Grill- und Jausenzwiebel, und koche ihn mit dem Sud auf, dann kommen Paprika dazu, wird kurz aufgekocht, dann kommen würfelig geschnittene Zucchini dazu – kleinere mit Schale und Kernen, größere ohne, noch einmal kurz aufkochen und heiß abfüllen. Abfüllregeln gleich wie bei Tomatensugo, aber die Gefahr dass Gläser aufgehen ist viel geringer.
Mit diesem Rezept läßt sich verschiedenstes Gemüse einkochen: Paprika, Chili, Karotten, Karfiol, Gurken, man kann auch ein leckeres Mixgemüse erfinden, köstlich!
PS: Lesen sie das Kleingedruckte! Ich hab mein Sauergemüse am Anfang mit einem 7-Kräuteressig aus einer schönen Glasflasche und vielen Kräutern auf dem Etikett eingekocht. Nach 2 Tagen einkochen habe ich einmal das Kleingedruckte gelesen, da hat es mich fast auf den Hintern gesetzt: Alkoholessig = Hesperidenessig = Essig aus Industriealkohol der wiederum aus Holz hergestellt wird, der minderwertigste Essig den es gibt, dazu Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Natriumirgendwas, E irgendwas! Ich habe dann mit anderem Einlegeessig verglichen, es ist bei allen ziemlich das gleiche drin, deshalb bin ich jetzt beim Apfelessig. Weinessig wäre natürlich eine gute Alternative, aber der heimische Apfelessig tut es auch! |